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Homepage zum Forschungsverbund
Alpine Naturgefahren im Klimawandel -

Deutungsmuster und Handlungspraktiken vom 18.-21. Jahrhundert

Laufzeit: 01.03.2011 - 30.06.2014

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Hintergrund

Der Klimawandel weitet den Erfahrungsraum fr die Abhngigkeiten zwischen Gesellschaft und Natur an unterschiedlichsten Orten und zu verschiedenen Zeiten aus. Die Kausallinien sind nicht mehr klar und eindeutig, sondern unscharf und mehrschichtig, was sowohl den Bereich der Alltagspraxis als auch den der Wissenschaften betrifft. Die Natur, die in vielen Konzepten als Konstante gedacht wird, muss bedingt durch die Evidenz des Klimawandels als gesellschaftlich beeinflusste Gre rekonzeptualisiert werden. In der Rezeption der neuesten IPCC-Berichte, aber auch in der Praxis des Alpinen Naturgefahrenmanagements wird Natur jedoch als von der Gesellschaft analytisch klar getrennter Seinsbereich gedacht: als „amoralische“ und „apolitische“, vorwiegend technisch-instrumentell zu gestaltende Ressource.

Dieses Naturverstndnis prgte das Denken und Handeln der Akteure im Gefahrenmanagement in den Alpen in den vergangenen drei Jahrhunderten. Unter zivilgesellschaftlichen Akteuren und nichtprofessionellen und professionellen Gefahrenmanagern wchst jedoch die Kritik an diesem Paradigma. Sie stellen infrage, ob die tradierten Deutungsmuster und Handlungspraktiken den Herausforderungen durch den Klimawandel angemessen sind und suchen nach Alternativen.


Ziele des Projektes

Der Verbund untersucht den Wandel von Deutungsmustern und Handlungspraktiken im Alpinen Naturgefahrenmanagement seit dem 18. Jh. Das Ziel des Vorhabens ist es, Denk- und Handlungsblockaden und alternative Entwicklungspfade mit Blick auf die Herausforderungen durch den Klimawandel zu identifizieren. Dazu wird gefragt,

  • wie sich im Zuge des Klimawandels die Deutungen von Natur bzw. (als Konkretion) von Naturgefahren verndern und ob eine Repolitisierung und Remoralisierung des Naturverstndnisses stattfindet,
  • in welchen Bereichen ein beschleunigter Wandel der Deutungsmuster bzw. Handlungspraktiken stattfindet und in welchen Bereichen die Deutungsmuster bzw. Handlungspraktiken eher stabil sind,
  • wie stark heutige Deutungsmuster durch historische Entwicklungen, philosophische Denktraditionen und mndlich berliefertes lokales Wissen bestimmt sind,
  • welche Folgerungen aus dem Umbruch der Deutungsmuster zu Beginn der Neuzeit fr die heutige Umbruchphase und den Umgang mit dem Klimawandel gezogen werden knnen.
 
Freie Universität Berlin - Institut für Ethnologie Technische Universität München - Lehrstuhl Wald- und Umweltpolitik Universität Göttingen - Seminar für mittlere und neuere Geschichte Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL - Wirtschafts- und Sozialwissenschaften